Karriere in Kriesenzeiten
Bei Personalreduzierungen im großen Stil geht es schon lange nicht mehr nur um die gewerblichen oder tariflichen Mitarbeiter. Hier werden Spezialisten und Führungskräfte gleichermaßen in den Strudel gezogen. Positionen, die noch bis vor kurzem als lebenswichtig und entscheidend fürs Unternehmen angesehen wurden, werden aufgelöst, bis dato sakrosankte Führungskräfte müssen das Haus verlassen. Wie ist in solcher Situation eine gezielte Karriereentwicklung noch möglich? Welche Perspektiven stellen sich Führungsnachwuchskräften ebenso wie gestandenen Managern?
Nach einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages plant jedes 3. Unternehmen, Personal abzubauen, Stellen zu streichen. Das ein Unternehmen, ein Arbeitgeber für ein individuelles Erwerbsleben ausreichen soll, klingt wie ein Märchen aus längst vergangenen Tagen. Trotzdem gibt es in vielen großen Konzernen immer noch die Hochbewertung der Verweildauer. Die Idealkarriere ist die vom Trainee zum Vorstand. Führungspositionen sollten möglichst aus den eigenen Reihen besetzt werden.
Der Arbeitsplatzverlust wird als Karriereknick begriffen und ist oft mit erheblichen Ohnmachtsgefühlen verbunden. Dies umso intensiver, je größer die Zahl derjenigen ist, die das Unternehmen verlassen müssen. Wut und Rachegefühle und Angst spielen in diesen Situationen eine große Rolle. Rationale Überlegungen bleiben auf der Strecke.
Die Outplacement-Beratung hat in dieser Situation eine eminent wichtige Rolle: Alternativen zur bisherigen Berufstätigkeit des Einzelnen zusammen mit dem Klienten zu entwickeln ist die Basis für den Erfolg. Neue Karrieren beginnen nicht im Arbeitsmarkt, sondern im Kopf. Der Manager, der die letzten 10 Jahre nur in einem Feld tätig war, kann sich häufig nicht vorstellen, jemals in einer anderen Branche eine adäquate Tätigkeit finden zu können.
Am Ende der Beratung haben dann doch viele Klienten bei KARENT die Branche gewechselt, und dies häufig begleitet mit der Aussage: "Schade, dass ich diesen Weg nicht schon früher gehen musste oder gegangen bin!"