Förderung von Outplacement gemäß §110 SGBIII

Die Vorschriften und Verfahren der Förderung von Outplacementmaßnahmen durch die Agenturen für Arbeit unterliegen regelmäßigen Anpassungen. Es werden unterschiedliche Förderungen für die Beratung, die Vermittlung in neue Arbeitsstellen und für berufliche Qualifizierungen gewährt.

Der Höchstsatz der Förderung eines Outplacements beträgt aktuell 50% der Maßnahmekosten bis 5.000,-€ pro Mitarbeiter insgesamt. Realistischer Weise sollten Sie aktuell (Stand: Februar 2016) mit einer Förderung von ca. 1.000,-€ pro Mitarbeiter rechnen.

Zwingend vorgeschrieben ist aktuell ein Beratungstermin bei der lokalen Agentur für Arbeit vor Beginn der Maßnahme und möglichst auch vor Abschluss des Sozialplanes.

Ebenso muss der Träger der Maßnahme seit 1.1.2013 nach der Vorschrift AZAV (ähnlich ISO 9000) zertifiziert sein. KARENT hat das Zertifizierungsverfahren 2012 erfolgreich durchlaufen und wird regelmäßig auditiert.

Wir beraten Sie gerne bei der Ausgestaltung der entsprechenden Maßnahmen und bereiten auch sämtliche Förderanträge für Sie vor.

Die Förderung von Outplacementmaßnahmen ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  • Die Maßnahme muss noch während der laufenden Beschäftigung der Mitarbeiter erfolgen.
  • Der Arbeitgeber muss mindestens 50% der anfallenden Kosten tragen.
  • Der Anbieter muss das sog. Profiling durchführen und nach AZAV zertifiziert sein.
  • Die Personalanpassung muss die Folge einer Fusion ODER veränderter organisatorischer Abläufe ODER einer Teilbetriebs- ODER Betriebsschließung sein ODER aber einen bestimmten Prozentsatz ab 5% der Mitarbeiter eines Betriebes betreffen.
  • Die Kosten müssen angemessen sein.
  • Der Antrag auf Förderung muss vor Maßnahmenbeginn bei der zuständigen Agentur eingehen.
  • Vor Beginn der Maßnahme und soweit möglich vor Abschluss des Sozialplanes muss eine Beratung durch die Agentur für Arbeit erfolgt sein.

Wir haben umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit den Agenturen für Arbeit


Seit Einführung der Förderung 2004 wurden über 95% unserer Anträge ohne Rückfragen genehmigt. In den verbleibenden Fällen wurden die Anträge nach Rücksprache genehmigt.

Seit der Neuregelung zum 1.1.2011 empfehlen wir, vor Beginn der Maßnahme einen gemeinsamen Termin bei dem zuständigen Sachbearbeiter in der Agentur für Arbeit zu vereinbaren. Das verschafft Rechts- und Planungssicherheit und verhindert Probleme schon im Vorfeld.