Vom einfachen Arbeitszeugnis ist abzuraten

Das einfache Arbeitszeugnis erstreckt sich nach § 630 BGB nur auf Art und Dauer des Dienstverhältnisses. Angaben zur Person wie Vor- und Zuname, akademischer Grad, Beruf sowie Ausstellungsdatum und Unterschrift des Arbeitnehmers müssen aus dem Zeugnis hervorgehen. Die Art der Tätigkeit ist genau und vollständig zu beschreiben, so dass sich ein zukünftiger Arbeitgeber ein Bild über die wahrgenommenen Aufgaben machen kann.

Das einfache Zeugnis (ohne Aussage zu Leistung und Verhalten) ist bei Führungskräften nur äußerst selten zu finden. Von einem solchen Zeugnis ist abzuraten. Es könnte zu dem vernichtenden Urteil führen, dass über die Leistung der Führungskraft nichts (Positives) zu berichten ist. Grundsätzlich steht dem Arbeitnehmer ein Wahlrecht zu, ob er ein einfaches oder qualifiziertes Zeugnis wünscht. Nach Erhalt eines einfachen Zeugnisses kann noch ein qualifiziertes Zeugnis gefordert werden.

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