Förderung von Transfergesellschaften gemäß §111 SGBIII

Seit 1.1.2004 wurden in Deutschland die gesetzlichen Regelungen zur Förderung von Transfergesellschaften geschaffen und zum 1.1.2012 neu gefasst. Die Förderung ist als Mussleistung der Agenturen für Arbeit ausgestaltet und kann in die Projektkalkulation als feste Planungsgröße einbezogen werden.

Transfergesellschaften werden nach §111 und die Profilingmaßnahmen im Vorfeld nach §110 SGBIII gefördert.


Die Förderung nach §111 besteht aus dem so genannten Transferkurzarbeitergeld für die Mitarbeiter. Alle anderen Kosten trägt der abgebende Arbeitgeber. Das Transferkurzarbeitergeld (Transferkug) wird monatlich von der Transfergesellschaft beantragt, die zu diesem Zweck eine sog. betriebsorganisatorische eigenständige Einheit einrichtet (BEE).

Wir rechnen i.d.R. monatlich mit dem abgebenden Arbeitgeber die erbrachten Leistungen unter Anrechnung der beantragten Transferkurzarbeitergelder ab.

Das Transferkurzarbeitergeld entspricht der Höhe nach dem Arbeitslosengeld I abzgl. der sog. Remanenzkosten. Dies sind die Lohnkosten, die für Feiertage und Urlaubstage anfallen und für die kein Transferkug gezahlt wird. Die Remanenzkosten muss regelmäßig der abgebende Arbeitgeber tragen.

Falls Sie sich einen detaillierten Überblick verschaffen möchten, stellen wir Ihnen hier Informationsmaterial der Agentur für Arbeit zur Verfügung:
Merkblatt 8C zur Transferförderung*

* mit freundlicher Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit.