Info-Tour: in 5 Schritten zur Gründung einer Transfergesellschaft

Kosten einer Transfergesellschaft und Gestaltungsmöglichkeiten

Die Kosten einer Transfergesellschaft setzen sich aus den Kosten für die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter einerseits und den Kosten des Trägers für Qualifizierung, Verwaltung und Vermittlung anderseits zusammen. Dabei trägt die Agentur für Arbeit über das Transferkurzarbeitergeld einen Großteil der Lohn- und Gehaltskosten, während der Träger der Transfergesellschaft alle anderen Kosten tragen muss und diese an den alten Arbeitgeber weiterbelastet.
Zu einer ersten Abschätzung dient folgende Faustformel: Eine typische Transfergesellschaft kostet den Arbeitgeber pro Monat Laufzeit in etwa halb so viel wie ein Monat regulärer Beschäftigung.

Lohn- und Gehaltskosten, Remanenzkosten

Das Transferkurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit beträgt 60-67% der regulären Nettobezüge. Es wird jedoch nicht für Feiertage oder Urlaubstage gezahlt. Die Kosten für diese Tage, die Lohnnebenkosten sowie eine Aufstockung des Nettogehaltes auf meist 80-95% trägt der alte Arbeitgeber. Diese Kosten werden als Remanenzkosten bezeichnet.

Verwaltungskosten

Die Transfergesellschaft berechnet für die Verwaltung und Abwicklung der Transfergesellschaft i.d.R. eine Pauschale in einer Größenordnung von 90-100 Euro pro Monat und Mitarbeiter. Verwaltungskosten

Profiling

Vor Übertritt in die Transfergesellschaft müssen die Mitarbeiter ein so genanntes Profiling nach §110 SGBIII durchlaufen. Profiling

Betreuung, Beratung und Vermittlung der Mitarbeiter

Damit die Mitarbeiter erfolgreich einen neuen Arbeitsplatz finden, werden sie auf den Bewerbungsprozess vorbereitet, bei den Bewerbungen begleitet und erhalten Vermittlungsangebote zu passenden, freien Stellen. In diesem Punkt unterscheiden sich Transfergesellschaften im Leistungsangebot erheblich.

Grundsätzlich müssen die Mitarbeiter das Profiling nach §110 SGBIII durchlaufen, danach beginnt die Betreuung in der Transfergesellschaft. Bei KARENT bieten wir hierzu zwei Varianten an. In der kostengünstigeren Transfergesellschaft PUR werden die Mitarbeiter in Gruppen von 12-20 Mitarbeitern betreut und geschult, während in der Transfergesellschaft KLASSIK eine individuelle Einzelbetreuung wie im Outplacement erfolgt.

Kosten der beruflichen Qualifizierung

Die Zeit in der Transfergesellschaft sollte für die berufliche Weiterbildung genutzt werden. Hierzu bietet der Träger den Mitarbeitern entsprechende Schulungen und Kurse an. Es empfiehlt sich hierzu, ein eigenes Budget vorzusehen, damit diese Kosten transparent bleiben. Qualifizierungskosten.

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