Info-Tour: in 5 Schritten zur Gründung einer Transfergesellschaft

Das Profiling nach §110 SGBIII

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass nur Mitarbeiter, die ein Profiling oder ein Outplacement mit Profiling nach §110 SGBIII durchlaufen haben, Anspruch auf Transferkurzarbeitergeld haben. Diese Maßnahmen werden  mit bis 50% der anfallenden Kosten von der Agentur für Arbeit gefördert. Das Profiling oder Outplacement kann nur gefördert werden, wenn es vor Übertritt in die Transfergesellschaft erfolgt und vor Abschluss des Sozialplans ein verbindlicher Beratungstermin mit der zuständigen Agentur für Arbeit vereinbart wurde.

Wie und in welchem Umfang wir das Profiling durchführen, hängt daher von der betrieblichen Situation und dem Planungshorizont ab.

Bei einer Werksverlagerung werden die Arbeitsleistungen der Mitarbeiter häufig bis zum letzten Tag vor Übertritt in die Transfergesellschaft benötigt. In diesen Fällen führen wir einen zweitägigen Profiling-Workshop oder notfalls sogar ein Profiling in Einzelgesprächen bei laufender Produktion durch. In Einzelfällen kann das Profiling auch erst nach Übertritt in die Transfergesellschaft erfolgen. Dies führt jedoch zu Mehrkosten von ca. 300 Euro je Mitarbeiter, da die Förderung nach §110 verloren geht und für die Zeit des Profiling-Workshops auch kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld mit Förderung nach §111 SGBIII besteht.

Maximierung der Förderung durch eine Transferagentur

Kann mit der Beratung der Mitarbeiter schon zwei oder mehr Monate vor Übertritt in die Transfergesellschaft begonnen werden, so ist häufig die Kombination aus gefördertem Outplacement und anschließender Transfergesellschaft sinnvoll. Das Outplacement wird mit zu 2.500,-€ je Mitarbeiter gefördert und die Kosten für das Gesamtprojekt sinken signifikant. Diese Kombination aus Outplacement und Transfergesellschaft wird als Transferagentur bezeichnet.

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